Bild: Liegende Frau mit Taschentuch

Erkältung oder Grippe?

Eine Erkältung und eine Grippe unterscheiden sich in der Schwere und Häufigkeit der Symptome. Kennzeichnend für eine echte Grippe sind vor allem plötzlicher Beginn und hohes Fieber.

Eine Erkältung verläuft in der Regel harmlos. Dagegen ist die Influenza - die echte Grippe – eine ernstzunehmende Erkrankung, die schwerwiegende Folgen haben kann. Während die Grippe durch die sogenannten Influenza-Viren (Grippe-Viren) ausgelöst wird, können hinter einer Erkältung verschiedene Erreger stecken, z. B. Adenoviren, Coxsackieviren, Rhinoviren, Respiratory-Syncytial-Viren (RSV), Parainfluenzaviren und Enteroviren. Es gibt mehr als 100 verschiedene Viren, die dafür in Frage kommen.

Eine Erkältung und eine Grippe unterscheiden sich in der Schwere und Häufigkeit der Symptome. Kennzeichnend für eine echte Grippe sind vor allem plötzlicher Beginn und hohes Fieber. 

Wichtige Symptome

Schnupfen

Erkältung (z.B Rhino-Viren)
Anteil der Patienten
80-100%
Schweregrad
Grippe (Influenza-Viren)
Anteil der Patienten
20-30%
Schweregrad

Kopfschmerzen

Erkältung (z.B Rhino-Viren)
Anteil der Patienten
25%
Schweregrad
Grippe (Influenza-Viren)
Anteil der Patienten
85%
Schweregrad

Halsschmerzen

Erkältung (z.B Rhino-Viren)
Anteil der Patienten
50%
Schweregrad
Grippe (Influenza-Viren)
Anteil der Patienten
50-60%
Schweregrad

Abgeschlagenheit
Unwohlsein

Erkältung (z.B Rhino-Viren)
Anteil der Patienten
20-25%
Schweregrad
Grippe (Influenza-Viren)
Anteil der Patienten
80%
Schweregrad

Husten

Erkältung (z.B Rhino-Viren)
Anteil der Patienten
40%
Schweregrad
Grippe (Influenza-Viren)
Anteil der Patienten
90%
Schweregrad

Frösteln

Erkältung (z.B Rhino-Viren)
Anteil der Patienten
10%
Schweregrad
Grippe (Influenza-Viren)
Anteil der Patienten
90%
Schweregrad

Fieber > 38°

Erkältung (z.B Rhino-Viren)
Anteil der Patienten
0-1%
Schweregrad
Grippe (Influenza-Viren)
Anteil der Patienten
95%
Schweregrad

Muskelschmerzen

Erkältung (z.B Rhino-Viren)
Anteil der Patienten
10%
Schweregrad
Grippe (Influenza-Viren)
Anteil der Patienten
60-75%
Schweregrad
Erkältung (z.B Rhino-Viren) Grippe (Influenza-Viren)
WICHTIGE SYMPTOME ANTEIL DER PATIENTEN SCHWEREGRAD ANTEIL DER PATIENTEN SCHWEREGRAD
SCHNUPFEN 80-100 % 20-30 %
KOPFSCHMERZEN 25 % 85 %
HALSSCHMERZEN 50 % 50-60 %
ABGESCHLAGENHEIT UNWOHLSEIN 20-25 % 80 %
HUSTEN 40 % 90 %
FRÖSTELN 10 % 90 %
FIEBER > 38° C 0-1 % 95 %
MUSKELSCHMERZEN 10 % 60-75 %

Quelle: nach Vogel G. und Lange W. (Hrsg.): Influenza - neue diagnostische und therapeutische Chancen, Thieme Verlag Stuttgart 2000 / Nicholson K.G. et al.: Textbook of Influenza; Blackwell Science 1998

Wenn Sie also plötzlich unter hohem Fieber leiden oder nach 3 Tagen noch keine Besserung eintritt, sollten Sie auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen. Denn der Arzt weiß auch, ob bereits Grippefälle in der Gegend aufgetreten sind, was die Wahrscheinlichkeit erhöhen kann, dass es sich um eine Influenza-Infektion handelt. 

Gegen Influenza-Viren kann man sich durch eine Impfung schützen, die allerdings in jedem Jahr wiederholt werden muss. Und trotz Impfung kann man an Grippe erkranken, denn keine Impfung schützt hundertprozentig. Gegen eine Erkältung schützt die Grippeimpfung jedoch nicht. Unter anderem für folgende Personengruppen wird eine Grippeschutzimpfung empfohlen:

  • Erwachsene und Kinder, mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung infolge eines Grundleidens (z.B. chronische Erkrankung)
  • Bewohner von Alten- und Pflegeheimen
  • Angestellte in Einrichtungen mit viel Publikumsverkehr (z. B. Krankenhäuser, Arztpraxen, Kaufhäuser, Schulen) 

Bildquelle: © Subbotina Anna - Fotolia.com

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